Freibeuter

Die Geschichte belegt, dass Ostfriesen schon immer ein Herz für Freibeuter hatten, insbesondere dann, wenn sie von ihnen profitierten. Störtebeker und Gödeke Michel sind die bekanntesten Vertreter jenes Gewerbes. Sie halfen den Armen, füllten ihre eigenen Taschen und auch jene ostfriesischen Herrscher, die ihnen Schutz gewährten.

Jahrhunderte später, im Jahr 1973, erbeuteten Ostfriesen einen ganzen Ort. Als in jenem Jahr die kommunale Gebietsreform anstand, deren Ziel es war, kleine Gemeinden zu größeren Verwaltungseinheiten zusammenzuschließen, begab es sich, dass maßgebliche Herren unbedingt eine selbständige Gemeinde Ostrhauderfehn haben wollte. Weil dazu mehr Einwohner benötigt wurden, eroberte man flugs den Ort Idafehn, der immer zum Oldenburgerland gehört hatte und nie ostfriesisch war.

Weil das immer noch nicht reichte, zweiteilte man Langholt. Was in Berlin möglich war, sollte auch im Oberledingerland gelingen, sogar ganz ohne Mauer, zumindest ohne eine aus Stein . . .



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