Masterplan Ems in der Diskussion

Foto Wikipedia, Urheber Baykedevries: Blick auf das Emssperrwerk bei Gandersum. Der Uferbereich im Vordergrund ist Teil des von Ebbe und Flut beeinflussten Geländes, das Gegenstand des Masterplans ist.

Um sich über einige der im „Masterplan Ems 2050“ vorgesehenen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in und an der Ems vor Ort einen persönlichen Eindruck zu verschaffen, besuchte der Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission, Karl Falkenberg, am vergangenen Freitag den Landkreis Leer. Eingeladen dazu hatten Landrat Bernhard Bramlage und Europaabgeordneter Matthias Groote.

„Unser Ziel war es, den Leiter der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission über die Auswirkungen möglicher Sanierungs- und Renaturierungsmaßnahmen auf einen Flächenlandkreis zu informieren, dessen Fläche zu 73 Prozent landwirtschaftlich genutzt wird“, sagten Bramlage und Groote übereinstimmend. Unstreitig sei die vorrangige Aufgabe, das Schlickproblem an der Ems zu lösen und die Wasserqualität nachhaltig zu verbessern.

Dem Generaldirektor wurden beispielhafte Flächen entlang der Ems gezeigt, die von Maßnahmen zur Entwicklung ästuartypischer Lebensräume (Flussmündung, die Ebbe und  Flut ausgesetzt ist)  an der Ems betroffen wären.

Falkenberg unterstrich die Erwartung der EU-Kommission, dass ihr mit dem „Masterplan Ems 2050“ ein Konzept mit einem umfassenden Ansatz vorgestellt werde. Zugleich müssten aber auch kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in und an der Ems vorgelegt werden. Mit dem Masterplan Ems 2050, den Falkenberg als einen Fortschritt bezeichnete, sei man am Anfang eines langen Weges.

Die Staatssekretärinnen Birgit Honé und Almut Kottwitz unterstrichen, dass mit dem „Masterplan Ems“ ein regionaler Konsens über die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen erzielt worden sei. Akzeptanz und Zumutbarkeit müssten bei der Umsetzung des Masterplans beachtet werden. „Vorrang hat weiterhin die Lösung des Schlickproblems“, sagte Bramlage nach Abschluss des Besuchsprogramms.

Die Auffassungen darüber, wie dieses Problem gelöst werden könnte, gehen auseinander. Thomas Gelder, noch Vorsitzender des Betriebrates der Meyer Werft und künftiger 1. Bevollmächtigter der IG-Metall, deutet an, dass eine technische Lösung sinnvoll sein könnte. Für die Beschäftigten der Werft sei wichtig, dass die Zustimmung der Werft zu dem vorliegenden Masterplan mit dem Standortsicherungsvertrag verbunden ist, wonach der Standort der Werft bis mindestens 2030 gesichert sei.    heg


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