Peerd in Loop!

Es war einmal ein knallrotes Cabriolet. Das gehörte einem erfolgreichen Geschäftsmann. Und weil er so stolz auf sein Fahrzeug war, stellte er es gerne an die Straße, an die Langholter Straße, damit es alle sehen sollten, auf halber Strecke zwischen dem Molkereigebäude und der Einmündung der Freitagstraße.

In jener vorautomatisierten Zeit begab es sich, dass die Bauern die Milch ihrer Kühe noch in Kannen abfüllten, die der Milchfahrer, meist selbst Landwirt, mit seinem Pferdefuhrwerk zu Molkerei brachte. Zwei treue, ruhige und kräftige Arbeitspferde zogen das Gefährt, Tag für Tag, und nichts konnte sie aus der Ruhe bringen, eigentlich.

Als der Fahrer eines Tages seine Fracht routinemäßig abgeliefert hatte und darauf wartete, dass er die leeren Kannen in Empfang nehmen konnte, muss einer der winzigen Blut saugenden Plagegeister zumindest eines der Pferde an einer empfindlichen Stelle gestochen haben. Das Tier rannte los, das zweite mit, das Fuhrwerk raste hinterher.

Beim Cabrio angekommen, entschied sich das eine links und das andere rechts vorbeizulaufen. So zogen sie das Fuhrwerk auf das Auto und zogen es mit sich fort, bis es vor einem Baum zum Stehen kam. Es war einmal ein knallrotes Cabriolet . . .



'Peerd in Loop!' hat keine Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar

Platz für Ihre Gedanken und Geschichten

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.